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Dem Tod nah – und doch wieder auf dem Weg


Du liebes, wunderbares Wesen


Es hat bei manchen Menschen einen lauten Knall. Bei anderen viele kleine Zeichen. Und manchmal braucht es leider beides. Bei Roger war der Preis hoch. Bei manchen kommt die Erkenntnis früher. Bei anderen später. Entscheidend ist nur: Wird irgendwann hingehört?


Es brauchte auch im eigenen Leben erst eine doppelseitige Lungenentzündung, Salmonellen und später eine Krebsoperation, bis wirklich klar wurde, dass der Körper nicht gegen, sondern immer für einen spricht. Erst als die Bereitschaft da war, nicht mehr nur zu funktionieren, sondern in Veränderung zu bleiben, in der offenen Frage zu leben und immer wieder zu fragen: Wie kann es noch besser werden, als es gerade ist?, begann sich etwas Grundlegendes zu verändern.


Genau deshalb berührt Rogers Geschichte so sehr. Nicht, weil sie dramatisch ist. Sondern weil sie vielen Menschen näher ist, als ihnen lieb sein dürfte. Zwei Wochen lang war er krank, erschöpft, mit allerlei Symptomen. Er erklärte sich das Ganze mit der Basler Fasnacht, mit Stress, mit dem Rauchen, mit allem Möglichen – nur nicht damit, dass sein Körper längst Alarm schlug. Als er endlich ins Spital kam, war es zu spät. Er wurde ins Koma versetzt. Beide Beine mussten unterhalb des Knies amputiert werden, auch Finger konnten nicht erhalten werden.


Sepsis ist kein Randthema

  • In der Schweiz werden jedes Jahr rund 20’000 Fälle in Akutspitälern registriert, und rund 4000 Betroffene sterben daran – also etwa jede fünfte Person.

  • Sepsis ist eine lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion, bei der lebenswichtige Organe geschädigt werden können.

  • Sie kann aus ganz unterschiedlichen Infektionen entstehen, zum Beispiel aus einer Lungenentzündung, einem Harnwegsinfekt, einer Infektion im Bauchraum oder einer Wundinfektion.


Genau hier liegt eines der grössten Missverständnisse

Viele denken bei «Blutvergiftung» noch immer an das, was früher in der Schule erzählt wurde: eine Wunde, die sich verfärbt, eine rote Linie, und dann wird es gefährlich. So einfach ist es leider nicht. Sepsis beginnt oft unspektakulär und wird gerade deshalb so oft zu spät erkannt.


  • Typische Warnzeichen sind Fieber oder auch ungewöhnlich tiefe Temperatur,

  • Schüttelfrost,

  • sehr schneller Puls,

  • schnelle Atmung,

  • starke Schwäche,

  • Kurzatmigkeit,

  • Verwirrtheit oder eine plötzliche Bewusstseinstrübung


Und genau da wird es persönlich

Nicht jeder Körper ruft gleich. Manche Menschen bekommen hohes Fieber. Andere fast gar keines. Es gibt Körper, die eher mit Untertemperatur reagieren, mit Herzrasen, innerer Unruhe oder einem merkwürdigen Gefühl von «Irgendetwas stimmt nicht».


Wer gewohnt ist, Stress wegzuatmen, das Rauchen als Erklärung für Atemnot zu nehmen oder Müdigkeit zu überspielen, übersieht schnell die eigentliche Gefahr. Roger hat selbst beschrieben, wie verwirrt er war, wie unwirklich manches wurde. Auch das kann ein Warnsignal sein.


Besonders gefährdet sind Babys und Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Gerade deshalb braucht es mehr Aufmerksamkeit, nicht mehr Angst. Denn Sepsis ist ein Notfall – und frühes Handeln kann Leben retten.


Rogers Geschichte endet nicht mit dem Koma.

Während er dort lag, führten Pflegefachpersonen ein Tagebuch für ihn: was geschah, welche Fortschritte es gab, wie sich sein Zustand entwickelte. Später konnte er lesen, was sein Körper in dieser Zeit alles durchgestanden hatte. Das allein geht schon unter die Haut. Und trotzdem läuft er heute. Anders als früher, anders als gedacht, aber mit einer Klarheit, die berührt. Sein «Walk for Sepsis» von Basel bis Playa de Inglés soll Bewusstsein schaffen, berühren und Spenden sammeln. (Geschafft sind schon mehr als 140 Km - und das mit Bollerwagen, ist noch eine Geschichte extra).



Begleitet wird dieser Weg Woche für Woche mit ehrlichen Gesprächen

Ehrliche Gespräche darüber, was vor dem Zusammenbruch war, welche Zeichen ignoriert wurden, was Krankheit, Verlust und Veränderung mit einem Menschen machen – und was passiert, wenn man sich trotzdem wieder für das Leben entscheidet.


Komm' sei dabei. Fühle dich herzlichst von Roger und mir eingeladen.



Jeden Sonntag um ca. 18.00h LIVE auf Facebook.

(Anschliessend auch auf YouTube und als Podcast. )


Genau dort, hier beginnt auch meine eigentliche Arbeit

Menschen zu begleiten, die nicht erst auf den grossen Crash warten wollen, sondern jetzt etwas ändern möchten. Menschen, die lernen wollen, sich selbst wiederzuhören. Menschen, die bereit sind, ehrlich hinzuschauen und neue Möglichkeiten zu wählen.


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Der Welt-Sepsis-Tag findet jedes Jahr am 13. September statt

  • Bis dahin bleibt diese Reise lebendig.

  • Rogers Weg geht weiter – und mit ihm die Einladung an alle, den eigenen Körper nicht länger zu übergehen.

  • Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einer perfekten Antwort, sondern mit einer einfachen, offenen Frage:

Was versucht mein Körper mir längst zu sagen?

Herzlichst,

Ruth – dein Facilitator für mehr Lebensqualität



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