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SUICIDE PREVENTION WEEK, 8-14.9.25

Weltweiter Suizid Präventionstag: 10. September*


Hallo du unendliches, wunderbare Wesen


Die Erfahrung mit Suizid begleitet mich seit vielen Jahren – und sie ist traurig, still und manchmal voller Fragen, die unbeantwortet bleiben. Meine erste Begegnung war der Verlust meiner Handarbeitslehrerin; später erlebte ich, wie eine Vorgesetzte bei Hilti, ein Schulkollege meiner Schwester und auch mein lustigster Kollege freiwillig aus dem Leben schieden. Mir kürzlich ein Ex-Arbeitskollege erzählte, wie er seinen Vater gefunden. Mich schaudert es jedes Mal. Auch wenn ich sehr gut verstehen kann, dass im Leben nicht alles immer rund läuft, gilt es immer Ruhe zu bewahren.



Die Notfall LINKS und Telefon-Nr. in der Schweiz, findest du ganz unten.
Die Notfall LINKS und Telefon-Nr. in der Schweiz, findest du ganz unten.

Besonders prägend war auch meine eigene Radiosendung für Stadtfilter: „Freiwillig aus dem Leben scheiden, durch Suizid oder Exit“. Dort sprachen wir darüber, wie Menschen Schritt für Schritt ihren Weg gehen, oft, weil sie glauben, nichts ändern zu können oder zu wollen und keinen Ausweg mehr sehen. Diese Geschichten ziehen sich durch alle Bereiche – Beruf, Schule, Freundeskreis, Familie. Sie zeigen, wie leise und unbemerkt sich Hoffnungslosigkeit ausbreiten kann und wie wenig wir manchmal bereit sind, wirklich etwas zu verändern.



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Nach jedem Verlust bleiben Momente voller Sprachlosigkeit, Schuldgefühle, Trauer und auch Hilflosigkeit. Für Angehörige und Umfeld ist das ein langer Prozess – manches bleibt ein Leben lang offen. Doch was bleibt, ist der Auftrag: genauer hinzusehen, Sorgen und Tabus anzusprechen, miteinander zu reden, Hilfe zu finden und zu geben.


Jede einzelne Geschichte hat mir gezeigt, wie wichtig offene Gespräche, Achtsamkeit und gegenseitige Unterstützung sind. Denn Suizid ist nie nur eine private Entscheidung – er ist ein Zeichen für ein Ungleichgewicht, für Sprachlosigkeit und das Fehlen von Zugang zu echter Hilfe.


Mit meinen Angeboten und Engagement in Beratung und Prävention möchte ich einen Raum schaffen, in dem Worte gefunden, Fragen gestellt und neue Wege gegangen werden können. Es gibt tägliche Posts auf LinkedIn und in unserer LOVERS BOOTCAMP Gruppe. Fühle dich herzlichst eingeladen, den dort kannst du auch anonym Fragen stellen.


Was können Anzeichen, ein Hilfeschrei sein?

Anzeichen und Hilfeschreie für einen möglichen Suizid können vielfältig und oft subtil sein. Häufig senden betroffene Menschen Warnsignale aus – als Bitte um Hilfe, Aufmerksamkeit und Verständnis.

Typische Warnsignale und Hilfeschreie


Direkte oder indirekte Äusserungen zu Suizid und Todeswunsch

Sätze wie: „Ich wünschte, ich wäre nicht mehr da“, „So kann ich nicht mehr leben“, oder Andeutungen wie „Falls wir uns nochmal sehen…“ sind oft ernstzunehmende Hilferufe.


Sozialer Rückzug und Isolation

Ein Mensch zieht sich von Freunden, Familie und gewohnten Aktivitäten zurück, wirkt einsam und vernachlässigt Kontakte.


Veränderungen im Verhalten und Alltag

Desinteresse an bisherigen Hobbys, Verschenken von Gegenständen, plötzliches Abschiednehmen, Schlafstörungen, Appetitverlust oder Konzentrationsprobleme.


Ausdruck von Hoffnungslosigkeit und Wertlosigkeit

Häufige Aussagen wie „Alles ist sinnlos“, „Niemand interessiert sich für mich“, oder das Gefühl, nicht gebraucht zu werden.


Selbstverletzendes und riskantes Verhalten

Riskantes Autofahren, Missbrauch von Alkohol oder Drogen, selbstschädigendes Verhalten können ebenfalls auf eine Krise hinweisen.


Plötzliche auffällige Gelassenheit

Betroffene wirken plötzlich gelöst oder entspannt, nachdem sie Suizidgedanken geäussert haben – auch das kann ein Warnsignal sein.


Diese Hinweise bedeuten nicht immer akute Gefährdung. Sie sind aber wichtige Warnzeichen. Je mehr davon gleichzeitig auftreten, desto wichtiger ist es, das Gespräch zu suchen und professionelle Hilfe einzubeziehen – denn ein offenes Ohr kann lebensrettend sein.

Alles ROGER oder was kannst du tun?

„Alles Roger?“ – dieser Spruch steht eigentlich für „Es ist alles in Ordnung.“


Doch im Kontext psychischer Krisen ist das ROGER-Modell ein wertvoller Tipp für echte Erste Hilfe für die Seele. Besonders in herausfordernden Zeiten ist eben nicht immer alles Roger – manchmal braucht es bewusste Unterstützung und klare Schritte.


Das ROGER-Modell leitet zuverlässig durch akute psychische Belastungen:

  • R – Reagiere und sprich den Betroffenen aktiv an. Je früher das Problem erkannt wird, desto besser.

  • O – Offen und wertschätzend kommunizieren. Zuhören ohne zu werten schafft Vertrauen und Raum.

  • G – Gib Unterstützung und Hoffnung. Information zu Hilfsangeboten und Zuspruch helfen, Perspektiven zu eröffnen.

  • E – Ermutige, professionelle Hilfe zu suchen. Zeige Wege auf, wie Ersthelfende oder Experten weiterhelfen können.

  • R – Reaktiviere vorhandene Ressourcen. Alles, was früher geholfen hat – wie Menschen, Aktivitäten, Rituale – wieder ins Bewusstsein bringen.


Folgende Dinge sollte man im Kontakt mit einer suizidgefährdeten Person auf keinen Fall tuN.


  • Sätze wie „Ist doch nicht so schlimm“ oder „Andere haben es viel schwerer“: Solche Aussagen bagatellisieren die Gefühle und verstärken die Isolation – stattdessen immer ernst nehmen und zuhören.

  • Abwerten, urteilen oder Schuldzuweisungen („Stell dich nicht so an!“, „Das ist doch Unsinn!“): Das bewertet den Schmerz und führt zu noch mehr

  • Vorschnelle Problemlösungen anbieten ("Mach doch einfach..."): Zuhören ist viel wichtiger als schnelle Lösungen – oft sind Probleme komplex und nicht direkt

  • Versprechen abnehmen, das Geheimnis zu wahren: In Akutfällen gilt: Nie versprechen, Suizidabsichten zu verschweigen – professionelle Hilfe muss unbedingt hinzugezogen werden.

  • Ignorieren oder übersehen („Das geht schon vorbei“): Warnzeichen und Hilferufe dürfen niemals übergangen werden – lieber nachfragen und Hilfe anbieten.

  • Eigene Grenzen nicht beachten: Überfordere dich nicht, sondern hole selbst aktiv


Das Wichtigste: Sorgen und Hilfeschreie immer ernst nehmen, empathisch zuhören und keinesfalls bagatellisieren oder totreden. Im Zweifel ist professionelle Unterstützung und ehrliches Nachfragen (auch nach Suizidgedanken) der beste Weg.

„Alles Roger“ sollte niemals eine blosse Floskel bleiben, sondern echte achtsame Unterstützung und kompetentes Handeln bedeuten – egal ob in der Familie, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz. Das ROGER-Modell ist ein Leitfaden für Mitgefühl, achtsames Hinsehen und das Mutmachen zum Gespräch.


Mein Angebot für diese Woche an alle Kunden:

Du erhältst 20% Gutschein auf eine Access Bars® Behandlung oder auf eine persönliche Standpunkt-Analyse. Zuerst genügt ein Anruf – gemeinsam finden wir heraus, was aktuell sinnvoll und hilfreich für dich ist.


Zusätzlich verschenke ich von Montag bis Samstag täglich eine Access Bars® Behandlung (60 Minuten, kostenlos) – „first come, first serve“.

Alle Gespräche und Sessions sind einfühlsam, ehrlich und auf den Punkt. Deine Anliegen stehen im Mittelpunkt: Du bekommst Klartext und Mitgefühl – ganz ohne Umwege. Nutze die Woche als Chance für mehr Klarheit, mentale Stärke und Wohlbefinden.


Herzlichst, dein Facilitator für mehr Lebensqualität

Ruth




PS: Wichtige LINKS und Telefon-Nr. in der Schweiz.


Suizidgedanken? Hier findest du Hilfe


Dargebotene Hand, Tel. 143, online 143.ch

Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, online 147.ch


Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:

Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils Nebelmeer.net

Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid Verein-refugium.ch

Verein Regenbogen Schweiz Verein-regenbogen.ch


*Der Welttag der Suizidprävention am 10. September existiert seit 2003 und wurde von der International Association for Suicide Prevention (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Ziel dieses Tages ist es, weltweit Aufmerksamkeit für das Tabu-Thema Suizid zu schaffen, Stigmatisierung zu reduzieren und Wissen zu Warnsignalen und Prävention zu vermitteln.

Jährlich sterben weltweit über 800.000 Menschen durch Suizid – das entspricht einem Todesfall alle 40 Sekunden. Der Aktionstag soll verdeutlichen, dass Suizid nicht nur ein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem ist, und daran erinnern, dass durch Offenheit, Aufklärung und Hilfsbereitschaft viele Leben gerettet werden können.

Mit Aktionen, Informationsveranstaltungen und internationalen Kampagnen will der 10. September den Zugang zu Hilfe erleichtern und Angehörige wie Betroffene stärken. Das Symbol für diesen Tag ist das gelb-orange Band, das für Hoffnung und Solidarität steht.
















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