Happy Food statt Burn-out – kein Diätmärchen
- Ruth Aschilier

- 6. Juli
- 7 Min. Lesezeit
«Walk for Sepsis Prevention», Reise-Etappe 5
Hallöchen, du wunderbares DU
Null-Diäten. Hollywood‑Diät, Keto‑Diät, «Nur das eine noch, dann bist du glücklich»-Diät. Jedes Mal dieselbe Geschichte: mehr Stress, mehr Frust, oft mehr Kilos. Der Jo-Jo-Effekt lässt grüssen.
Wenn das wirklich funktionieren würde, gäbe es pro Person genau eine Diät – einmal gemacht, für immer glücklich. Tut es nicht. Nur was bedeutet Diät genau?
Ursprung des Wortes
«Diät» kommt aus dem Altgriechischen «díaita» und bedeutet ursprünglich Lebensweise, Lebensführung oder Lebensordnung. Gemeint war der gesamte Lebensstil:
Ernährung
Bewegung
Ruhe,
Schlaf und andere Gewohnheiten,
die helfen, gesund zu bleiben.
Heutige Bedeutung
Heute benutzen viele «Diät» überwiegend im Sinn von «Schlankheitskur» – eine zeitlich begrenzte, oft strenge Ernährung, um Gewicht zu verlieren. Im medizinischen Sprachgebrauch ist eine Diät jede spezielle Kostform, die von der normalen Ernährung abweicht und an die Bedürfnisse des Organismus angepasst ist, zum Beispiel bei Krankheiten oder zur Prävention.
Diät heisst ursprünglich: Wie gestalte ich meine Lebensweise – nicht: Wie quäle ich meinen Körper, bis er leichter ist.
Roger, ich und sehr viele andere haben etwas anderes gelernt: Es geht nicht darum, was «man» essen soll. Es geht darum, was dein Körper dir jeden Tag ganz konkret erzählt.
Fang doch gleich damit an
ÜBUNG – Frage deinen Körper
Mache einen einfachen Test, was dir wirklich gut tut, und wisse, das variiert täglich:
Stell dich locker, etwas breitbeinig, hin
Knie nicht durch gestreckt
Frage deinen Körper: Gib mir ein eindeutiges Ja und ein Nein.
Nimm das Lebensmittel in beide Hände,
Halte es vor deinen Solarplexus und frage:
Körper, möchtest du das gerne essen?
Beobachte genau, kommt da ein Ja? Oder ein Nein? Schwankt es links rechts?
Funktioniert wunderbar, auch beim Mitternachtssnack, à la *Es lebe der Kühlschrank*. Oder wenn da so Gelüste kommen (… kenne ich auch, 😅)
Öffne den Kühlschrank und frage: Möchtest du etwas von hier drinnen?
oder vor dem Knabber-Schrank: Was möchtest du?
Und teste es aus. Ich wette mit dir, von 10 × sagt dein TEMPEL 9 × nein.
Was dann? Trink mal ein Glas Wasser und lies weiter.
Wenn du vor dem Fernseher «Hunger» hast, obwohl du körperlich eigentlich versorgt bist, ist das meistens kein echter Hunger, sondern Essen aus Langeweile oder Emotion.
Warum das psychologisch logisch ist
Beim Fernsehen passiert viel gleichzeitig:
Du bist passiv, dein Körper bewegt sich kaum – innen entsteht Leere bzw. Unterforderung.
Bilder von Essen, Werbung, Menschen, die essen, lösen Lust, Erinnerungen und Dopamin aus.
Essen gibt zusätzlich einen «Glückskick» und füllt die innere Leere für den Moment.
Und dann rieselt da die Werbung, die scheinbar das ganze Programm finanziert. Von 10 Minuten Werbung, wirst du mit Informationen zugedeckt, dass es für alles ein passendes Medikament gibt. Magenbrennen, Verdauungsstörungen und und und... Nimm es, solange du eine Fachperson fragst. Autsch!
Das Gehirn lernt: Fernseher an = Naschen. Das ist ein erlerntes Muster (Reiz‑Reaktions‑Schema), nicht echter körperlicher Hunger.
Woran du echten Hunger erkennst
Echter körperlicher Hunger:
baut sich langsam auf
Magen knurrt, du wirst etwas müde oder unkonzentriert
lässt sich mit einer normalen Mahlzeit zufrieden stillen
«Langeweile‑Hunger»:
kommt plötzlich – «Jetzt sofort was essen!», macht erst Test
hängt oft mit Gefühlen wie Frust, Einsamkeit, Stress, Leere zusammen
will mit etwas Schnellem, oft Süssem oder Knusprigem gestillt werden.
Was kannst du tun?
Ein paar klare Schritte:
STOP‑Moment einbauen
Wenn der Impuls kommt: kurz innerlich fragen: «Bin ich körperlich hungrig – oder langweilig/frustriert?»
Erst trinken, dann entscheiden Ein Glas Wasser oder Tee, fünf Minuten warten. Viel «Hunger» ist eigentlich Durst oder Gewohnheit.
Nicht vor dem Fernseher essen Essen bewusst am Tisch, ohne Ablenkung. Vor dem Fernseher isst du automatisch mehr und merkst kaum, wann du satt bist. Wenn du mit dem Körper auf dem Kampfgewicht bist, wisse: In 20 Minuten bist du satt, egal wie viel du hineinstopfst.
Gewohnheit brechen
Hände beschäftigen: Notizen, Stricken, Sudoku, Massageball usw. usf.
Mund beschäftigen – Küssen wäre eine Variante. 😍
An manchen Abenden bewusst keinen Fernseher, sondern Spaziergang, Musik, Telefonat, Buch.
Als Paar-Date nutzen und in Ruhe einander erzählen …
Wenn du wirklich snacken willst Besser: etwas Kleines, bewusst Gewähltes: Gemüsesticks, Nüsse, ein Stück Obst, statt «gedankenlos» Chips, Schokolade, Gummibärchen. (… man führe mich nicht in Versuchung, gar nicht erst kaufen)
Langfristig: Tagesernährung stabilisieren
Regelmässige, nährstoffreiche Mahlzeiten mit Eiweiss, Gemüse und guten Fetten reduzieren abendliche Heisshungerattacken und Emotional‑Eating deutlich.
Auch bei der Arbeit – Kaffeepausen morgens und nachmittags, sowie eine Mittagspause von mindestens ¾ Std. einhalten.
Wenn du vor dem Fernseher ‹Hunger› hast, frag zuerst: Braucht mein Körper wirklich Essen – oder will meine Seele gerade nur Ablenkung?
Heisshunger – was steckt dahinter?
Heisshunger ist oft ein Signal, dass dem Körper und Gehirn etwas Konkretes fehlt – nicht nur «Disziplin». In der Logik von Andreas Jopp «Happy Food statt Burn-out» geht es um Nährstoffe, die Stimmung, Energie und Stressresistenz direkt beeinflussen.

Was hinter Heisshunger auf Schokolade steckt
Häufiges Zeichen für Magnesiummangel oder niedrigen Serotonin- und Dopaminspiegel.
Zucker gibt einen schnellen, kurzen Energiekick, aber danach fällt der Blutzucker ab und die Müdigkeit oder Gereiztheit steigt wieder.
Sinnvolle Gegenbewegung:
Mehr echte Magnesiumquellen (grünes Blattgemüse, Nüsse, Samen), komplexe Kohlenhydrate und Eiweiss, die stabile Energie bringen.

Heisshunger auf Fleisch
Kann auf Bedarf an Eisen, B‑Vitamine (besonders B12), Zink und Eiweiss hinweisen.
Bei Erschöpfung, kalten Händen/Füssen, Kurzatmigkeit oder Konzentrationsproblemen steckt oft Eisen- oder B‑Vitamin-Mangel dahinter.
Happy-Food-Ansatz:
Gute Eiweissquellen (Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, hochwertiges Fleisch), kombiniert mit Gemüse und gesunden Fetten, statt Fast-Food-Fleisch mit viel Fett und Zusatzstoffen.

Heisshunger auf Gemüse oder Frisches
Deutet oft auf Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen hin.
Der Körper «verlangt» nach etwas Leichtem, Entlastendem, Entzündungshemmendem – besonders nach Phasen mit viel Zucker, Fett oder Alkohol.
Happy Food:
Bunte Vielfalt (grün, rot, orange), Rohkost und leicht gedünstetes Gemüse, um Darm und Immunsystem zu entlasten.
Happy Food statt Burn-out – in Kürze
Gehirn braucht Eiweiss (Aminosäuren), gute Fette (Omega‑3), Vitamine und Mineralstoffe, um Glücksbotenstoffe wie Serotonin und Dopamin zu bilden.
Fehlt das dauerhaft, entstehen typische Burn-out-Symptome:
Erschöpfung, Schlafstörungen, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme.
«Happy Food» heisst deshalb:
mehr Eiweiss (Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Nüsse)
gesunde Fette (Fisch, Leinöl, Walnüsse, Avocado)
viel Gemüse und etwas Obst
weniger Zucker, Weissmehl, Fertigprodukte, Alkohol (dazu bald mehr)
Heisshunger ist oft kein Charakterproblem, sondern ein Nährstoffproblem: Gib deinem Körper Happy Food – Eiweiss, gute Fette, buntes Gemüse – und du schützt dein Gehirn vor Burn-out.
Buchempfehlungen
Mit meinen Affiliate-Links – und PS: Er schreibt so, dass jeder es versteht, einfach, ohne uns mit Fremdwörtern und Wissenschaftstexten zuzudecken.
Stoma und Sauerkraut vor dem Theaterbesuch
Zurück zu Roger. Er hat ein Stoma, Prothesen und ein ordentliches Paket Krankenhaus‑Vergangenheit. Und nein – das kam nicht einfach, weil er «zu oft im Restaurant war». Da war viel mehr im Spiel.
Was er aber glasklar sagt: Als Stoma‑Patient wird man erstaunlich oft NICHT wirklich aufgeklärt, was man essen und trinken sollte – und was lieber nicht.
Beispiel gefällig?
KRAUTIGES vor einem Vortrag oder Theaterbesuch. Kann man machen. Kann aber auch bedeuten, dass der Stoma die gleiche Symphonie spielt wie alle anderen Därme im Saal. Es furzt leise vor sich hin und duftet. Zwar nicht schlimmer als die duftende Dame vor dir, die glaubte, sie müsse noch kurz ein Parfümbad nehmen … Es wurde mir schon speiübel.
Roger hingegen weiss und sagte im Interview klar: «Bestimmte Dinge esse/tue ich einfach nicht mehr, vor allem nicht vor einem Auftritt.»
Ich hingegen vertrage Sauerkraut in rauen Mengen, solange es ungekochtist.
Fazit: Ob mit oder ohne Stoma – Ernährung ist nie «one size fits all». Was dir nicht gut tut, esse einfach nicht. Und dran denken – frage deinen Körper, ob er es möchte – mach den Test.
Convenience Food
«Vegan & Bio» und der Etikettenschwindel
Gehen wir mal einkaufen – mit der Lupe, (denn mit einer normalen Brille kaum möglich), damit wir herausfinden können, was da wirklich drinsteckt.
Praktischerweise stehen all die Convenience‑Food‑Regale, gleich beim Eingang, werden grösser, bunter, lauter – stets im Angebot, und wenn du zwei kaufst, bekommst du ein drittes oft noch obendrauf.
Vorn darauf steht: «vegan», «Bio», «glücklich machende Superfoods».
Hinten stehen
Palmöl, das die Regenwälder zerstört
Schwefel ist nicht ganz so harmlos, wie es klingen mag.
Farbstoffe
Konservierungsmittel
Vorn: schönes Versprechen. Hinten: Realität.
Was du über Zusatzstoffe und die E-Nummer wissen solltest, kannst du hier nachlesen. Gut zu wissen ist, dass sehr viele davon höchst krebserregend sind.

Schwefel E220 und meine Gelenke
Es gab Phasen in meinem Leben, da haben wir im Büro ständig Trockenfrüchte gefuttert. Von Äpfeln bis Aprikosen. Autsch, sage ich nur. Klingt alles wunderbar und gesund, genau was empfohlen wird. Nur: Meine Gelenke schmerzten immer mehr. Bewegung wurde zur Qual. Du weisst ja, nebst einem TV-Job, unterrichtete ich noch Fitness und Jazz-Ballett. Vorzeigen und Mitmachen war angesagt.
Irgendwann realisierte ich – da war doch noch was!? E220 oder eben Schwefel, der dem sauren Most, dem Weisswein und eben auch den getrockneten Früchten beigemischt wird.
Es würde auf der Verpackung stehen!
Klartext E 220 (Schwefeldioxid) ist ein weitverbreitetes Konservierungsmittel und Antioxidationsmittel.
Es wird Lebensmitteln zugesetzt, um das Wachstum von Bakterien und Pilzen zu hemmen und die Oxidation zu verlangsamen, wodurch Farbe und Haltbarkeit erhalten bleiben.
Typische Lebensmittel mit E 220:
Trockenobst (z. B. Rosinen, Aprikosen) zur Erhaltung der hellen Farbe
Wein und Fruchtsäfte als Konservierungs- und Antioxidationsmittel
Kartoffelprodukte (z. B. Kartoffelpüree, Pommes frites, geschälte Kartoffeln) gegen Verfärbungen
Meeresfrüchte & Krustentiere zur Hemmung von Verderb und Verfärbung
Meerrettich und Trockengemüse
Gut zu wissen
Bei empfindlichen Personen, insbesondere bei Asthmatikern, können Schwefeldioxid und die eng verwandten Sulfite (E 221–E 228) Unverträglichkeitsreaktionen wie Asthmaanfälle oder Kopfschmerzen auslösen.
Deshalb gilt in der EU eine erweiterte Deklarationspflicht:
Ab einer Menge von 10 mg pro Kilogramm bzw. Liter muss der Zusatzstoff (z. B. als "geschwefelt" oder "enthält Sulfite") deutlich auf dem Etikett ausgewiesen werden.
Die Lösung?
Weglassen, beobachten, hineinfühlen. Körper fragen, statt den Kopf zu betäuben.
Meine freche Einladung an dich
Wenn du zu denen gehörst,
die schon Diäten rauf und runter gemacht haben,
die Vitamine, Pillen und Pulver geschluckt haben,
und trotzdem müde, gestresst, aufgebläht oder erschöpft sind,
dann ist vielleicht nicht dein Körper das Problem. Sondern, dass du ihm nicht zuhörst.
Bevor du die nächste Diät anfängst oder das nächste Wundermittel kaufst:
Schreib 3, besser 7 Tage auf, was du isst und trinkst.
Notiere, wie du dich danach fühlst – Körper, Stimmung, Schlaf.
Lass testweise etwas weg, statt noch etwas draufzupacken.
Wenn du merkst, dass du damit alleine nicht weiterkommst, frag mich.
Mit Access‑Tools, Humor und einer guten Portion frecher Ehrlichkeit helfe ich dir, deinen Körper wieder als Verbündeten zu erleben – ob mit Stoma, ohne Stoma, nach Burn-out, nach Krankheit oder «nur» nach zu viel Käsefondue.
Herzlichst,
dein FACILITATOR und Coach für mehr Lebensqualität
Ruth
Hier beginnt meine Arbeit
Menschen zu begleiten, die nicht erst auf den grossen Crash warten wollen, sondern jetzt etwas ändern möchten. Einfach mehr Leichtigkeit in ihr Leben lassen möchten.
Mein nächstes Gespräch mit Roger.
Der Sendeablauf mit speziellen Fragen zu seinen Themen, ganz in seinem Sinne – PRÄVENTION IM KLARTEXT. Es enthält auch alle wichtigen LINKS zu unseren Gesprächen als YouTube und oder als Podcast.
Gibt es etwas, das dich ganz besonders interessiert? Dann lass es uns wissen.
Der Welt-Sepsis-Tag findet jedes Jahr am 13. September statt
Bis dahin bleibt diese Reise lebendig.
Rogers Weg geht weiter – und mit ihm die Einladung an alle, den eigenen Körper nicht länger zu übergehen.
Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einer perfekten Antwort, sondern mit einer einfachen, offenen Frage:
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