Sonnenbranderlebnisse des Lebens
- Ruth Aschilier

- 23. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Oder wie ich lernte, die Sonne (und mich selbst) ernst zu nehmen
Liebes Sonnenbadechind, Mami's, Papi's
Sonnenbrand – ein Wort, das bei vielen Erinnerungen an knallrote Nasen, klebrige After-Sun-Lotion und grimassenhafte Urlaubsfotos weckt. Bei mir allerdings ist es die Geschichte zweier Sonnenbrand-Desaster, die noch heute nicht nur meine Haut, sondern auch mein Humor-Gedächtnis geprägt haben.
Kapitel 1
Seeräuber der Adria – mein erster Sonnenbrand in Pula
Sommer in Jugoslawien, irgendwo vor Urzeiten: Mein Vater, der frühe Vogel der Familie, fand: „Um 8.00 Uhr stehen wir auf, draussen lacht schon die Sonne!“ Ich: ältestes Geschwisterkind, also gleich mal frühmorgens ins „Babysitter-Kommando“ berufen. Doch an diesem sagenumwobenen Tag wollte ich endlich auch mal Urlaub machen! Also schnappte ich mir die Luftmatratze und paddelte voller Hoffnung auf ein bisschen kühle Freiheit raus aufs Meer.

Blöd nur, dass ich komplett entspannte… und einschlief. Die Sonne glühte, das Wasser schaukelte, ich trieb seelenruhig immer weiter – bis ich irgendwann mit gefühlten 99°C auf dem Rücken wieder aufwachte. Ehrlich, man hätte Spiegeleier auf mir braten können! Die Blasen wollten gar nicht mehr aufhören zu platzen, mein Rücken war ein einziger Lavafluss – und der Rest des Urlaubs? Sonnenflucht, T-Shirt-Pflicht, genervte Sprüche vom Vater: „Hab ich’s doch gesagt…“. Lektion Nummer 1: Wer auf der Luftmatratze einschläft, kommt entweder erholt oder geröstet zurück!
Kapitel 2
Schule, Schnee und Sonnenschutz – oder „Für die Kirche brauchst du das nicht!“
Der zweite Teil meines Sonnenbrand-Karrieresprungs spielte im Frühling, irgendwo zwischen „Ich hab keine Zeit!“ und „Wir gehen ja in die Kirche, da brauchst du keine Sonnencreme!“. Frühmorgens um 6.00 Uhr stapften wir bei Sonne und Schnee Richtung Gottesdienst. Sonnencreme? Pah! Mein Vater fand, das reicht schon.
Nun ja. Am Montag schickte mich mein Lehrer umgehend nach Hause. Mein Gesicht war so aufgedunsen, ich konnte kaum aus den Augen blinzeln – die Venus von Willendorf wäre neidisch gewesen.
Fazit: Die Kirche spendet vielleicht Trost, aber definitiv keinen UV-Schutz.

Lerneffekt (und warum Humor das beste After-Sun ist)
Heute weiss ich:
Die Sonne macht keine Pause, auch nicht früh am Morgen und erst recht nicht, wenn Schnee liegt!
Schlafen auf Wasser ist Erholung für die Seele – und eine Tortur für ungeschützte Haut.
Sonnencreme ist nicht nur ein Must-have am Strand, sondern auch beim Spaziergang zur Kirche.
Väter haben manchmal Humor, aber leider selten Recht in Sachen UV-Schutz.
Und weil ich gelernt habe: Wer lacht, heilt schneller – teile ich meine Sonnenbrand-Pannen heute lieber, als sie zu verstecken. Was bleibt, sind schräge Erinnerungen, Fotos mit Tomatenkopf und die Weisheit: Fürsorglicher Umgang mit Sonnenstrahlen ist lebenslange Hautpflege, und ein bisschen Selbstironie macht jeden Urlaub schöner.
Also: Immer schön eincremen – und wer mag, darf auch den Vater mal daran erinnern!
Herzlichst auf einen erholsamen Sommerurlaub.
Ruth
PS; unsere Sommerserie findest du hier als Podcast oder YouTube Video
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