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Sprich so, dass dein Gegenüber dich hören kann.

Hallo, Du wunderbares Wesen


Ich perfekt? Bei weitem nicht. Sprachtalent hin oder her – einer meiner BIG 5 zeigt sich genau in solchen Momenten: Schon als er zur Türe hereinkam, wusste ich, welche Laune er mitbrachte. Ich brauchte kein Wort – seine Körperhaltung, sein Blick, seine Art, die Tasche hinzustellen, sprachen Bände.


Nur: Er selbst wollte nie reden. Auf meine Frage «Was ist los?» kam konsequent: «Nichts.»


Mich nervte nicht, dass er nicht reden wollte – nicht jede und jeder kann Denken, Fühlen und Reden gleichzeitig, so wie ich. Ich kann denken–reden–handeln alles auf einmal; Louise Huber nannte das einmal eine Gottesgabe (astrologische Aspekte).


Was ich allerdings partout nicht aushalten konnte, war, wenn er aus seiner schlechten Laune heraus die Kleine angriff, nur weil sie die Spaghetti nicht so «ordentlich» ass, wie er sich das vorstellte. Immer auf die Schwächsten – das treibt mich bis heute an mein Limit.


Körpersprache

In solchen Momenten zeigt sich, wie unterschiedlich Wahrnehmung und Ausdruck sein können:

  • Sein Körper schrie, seine Worte sagten «Nichts».

  • Ich sah und spürte die Spannung – und das Kind bekam die Ladung ab, die gar nicht zu ihm gehörte.

Genau da beginnt für mich bewusste Kommunikation:

  • hinsehen, was wirklich los ist,

  • Verantwortung für die eigene Stimmung übernehmen

  • und sie nicht an denen abladen, die sich am wenigsten wehren können.


KIMAR© Kommunikation ist mehr als reden


Aus solchen Momenten ist für mich klar geworden: Es reicht nicht, «nett» sein zu wollen. Wenn wir unsere Launen, ungelösten Themen und unausgesprochenen Bedürfnisse nicht wahrnehmen, sucht sich die Spannung einen Weg – oft über die, die am wenigsten dafür können.


Genau hier setzt KIMAR© an: Kommunikation ist mehr als reden. Oder wie Watzlawick so treffend sagte: Du kannst nicht nicht kommunizieren.

Es beginnt damit, dass ich mir selbst erlaube, wahrzunehmen, was wirklich in mir los ist – bevor ich spreche oder handle.

  • Statt «Es ist nichts» zu sagen,

  • obwohl mein ganzer Körper «Überforderung, Wut, Angst» schreit,

  • lerne ich Schritt für Schritt, Verantwortung für meine innere Stimmung zu übernehmen.


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Für mich bedeutet das auch, die Schwächsten im Raum im Blick zu behalten – Kinder, sensiblere Menschen, Mitarbeitende ohne Macht.

  • Bewusste Kommunikation heisst dann nicht nur: klarer sprechen.

  • Sie heisst auch:

    • meine Grenzen kennen,

    • rechtzeitig Stopp sagen,

    • bevor ich jemanden verletze,

    • und Wege finden, meine Spannung anders abzubauen

    • als über die Teller Spaghetti eines Kindes.


Wenn wir beginnen, so hinzuschauen – auf Körperhaltung, Tonfall, unausgesprochene Bedürfnisse –, wird aus «er sagt nichts» plötzlich eine Einladung:

  • hinzuspüren, was da wirklich ist, und neue Formen von ehrlichem, respektvollem Miteinander zu gestalten.

  • Genau das ist der Raum, den KIMAR öffnen will.


Rückblickend vs. Zukunft

Wenn ich heute auf diese Situationen zurückblicke, wird mir klar, wie viele Ebenen da gleichzeitig mitgespielt haben.

  • Er sagte: «Nichts» – auf der Sachebene war alles in Ordnung,

  • aber auf der Beziehungs‑ und Selbstoffenbarungsseite schrie sein ganzer Körper: «Mir geht es nicht gut, ich bin überfordert, ich habe keinen Zugang zu mir.»

  • Ich hörte mit meinem Beziehungs‑Ohr:

  • «Du übertreibst, es ist nichts» – und gleichzeitig sah ich, wie unsere Kleine die unausgesprochene Spannung abbekam.

  • Genau hier wird das 4‑Ohren‑Modell von Schulz von Thun lebendig:

Worte können «nichts» sagen, während die Haltung «alles» sendet.

Zukunft

Und damit sind wir mitten in Watzlawicks Welt. Seine berühmte Geschichte vom Mann, der den verlorenen Schlüssel unter der Strassenlaterne sucht, nur weil es dort hell ist – und nicht dort, wo er ihn verloren hat – beschreibt perfekt, was in solchen Familienmomenten passiert.


Wir diskutieren am «hellen Platz» über Tischmanieren, Spaghetti, Ordnung. Doch der eigentliche Schlüssel – die wahre Ursache für die schlechte Laune, die Überforderung, die Angst, nicht zu genügen – liegt im Dunkeln, dort, wo wir nicht hinschauen wollen.


Heute

Bewusste Kommunikation bedeutet für mich heute, den Mut zu haben, genau dorthin zu gehen, wo es erst einmal dunkel ist.

  • Statt am Kind herauszukorrigieren oder mich selbst kleinzumachen, frage ich:

    • Welches Bedürfnis ist gerade verletzt?

    • Nach Ruhe, Respekt, Gesehenwerden, Einfluss?

  • Sobald wir beginnen, den Schlüssel dort zu suchen, wo er wirklich verloren ging

    • in unseren inneren Mustern,

    • alten Verletzungen und verschluckten Gefühlen –,

  • werden Gespräche leichter, ehrlicher und viel weniger verletzend.


KIMAR, das 4‑Ohren‑Modell und Watzlawicks Humor sind dabei wie drei Taschenlampen, die uns helfen, diese Dunkelzonen freundlich auszuleuchten und neue Wege im Miteinander zu finden.


Bist Du bereit für mehr als gerade genug?


Herzlichst

Ruth



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