Neuer Partner gesucht? Bitte ohne «nicht wie der Letzte»
«Walk for Sepsis Prevention», Reise-Etappe 12
Hallo meine Lieben
Einfach eins vorweg – es gilt stets für Männlein und Weiblein – für es, sie oder es. Es gibt im täglichen Leben nur eines zu wissen: Jeder funktioniert, handhabt Dinge, sein Leben auf seine eigene Weise. Wenn du verstehen willst, dass Männer- und Frauenhirne anders funktionieren, wie es leichter sein könnte, auch für dich – lies weiter …

Nicht mehr dasselbe in Grün
Wer einen neuen Partner sucht, weiss meistens ganz genau, was er oder sie nicht mehr will.
«Nicht mehr so einen wie den Ex.»
«Keinen, der nie zuhört.»
«Keine, die mich kontrolliert.»
«Keinen, der den Toilettendeckel oben lässt.»
«Keine Drama-Queen.»
«Keinen, der mich vereinnahmt.»
Sehr verständlich.
Nur: Das Universum ist kein Gedankenleser mit einem perfekt sortierten Reklamationsarchiv. Wenn du bestellst: «Bitte alles, nur nicht wieder so einen», bleibt die entscheidende Frage offen: Was willst du denn stattdessen?
Bestell nicht den alten Partner
Wenn du beim Universum eine Wunschliste abgibst, dann mach keine Anti-Liste daraus. Dein neuer Partner ist nicht der Gegenentwurf zu deinem alten Partner. Du musst nicht einen Menschen finden, der alle Fehler des letzten Menschen möglichst nicht besitzt.
Frag dich lieber:

Wie möchte ich mich in einer Beziehung fühlen?
Wie möchte ich kommunizieren?
Was ist für mich Respekt?
Wie viel Nähe brauche ich – und wie viel Freiheit?
Was bringe ich selbst in eine Beziehung ein?
Bin ich bereit, selbst das zu sein, was ich mir wünsche?
Du wünschst dir Humor? Dann erlaube dir, selbst humorvoll zu sein.
Du willst Klarheit? Dann kommuniziere klar.
Du möchtest jemanden, der dir Freiraum gibt? Dann hör auf, die anderen kontrollieren zu wollen.
Du willst Ehrlichkeit? Dann fang nicht schon im Datingprofil mit kreativer Wahrheitsdehnung an.
Kommunikation ist mehr als Reden
Viele Menschen kommen zu meiner Paarberatung mit dem stillen Auftrag:
«Bitte reparieren Sie den anderen.»
Der eine erklärt, was die andere alles falsch macht.
Die andere erklärt, wer die Beziehung angeblich zerstört hat.
Dann kommt noch die ominöse dritte Person dazu, die natürlich an allem schuld sein soll.
Eine dritte Person kann eine Beziehung belasten. Doch sie übernimmt nicht automatisch die Verantwortung für die eigene Kommunikation, die ungeklärten Erwartungen und das Schweigen innerhalb einer Partnerschaft.
Kommunikation heisst nicht, ein Thema hundertmal auf den Tisch zu werfen, jedes Mal lauter zu werden und es am Ende selbst zu erledigen. Dann lernt der andere vor allem eines: Du meinst deine Worte nicht konsequent.
Das Beispiel mit dem Toilettendeckel (auch die Zahnpastatube) ist dermassen banal – und genau deshalb so hilfreich. Wenn dir etwas wichtig ist, sag es ruhig, klar und frühzeitig:
«Bitte schliesse den Toilettendeckel nach der Benutzung.»

Ohne Vorwurf, ohne Drama, ohne die gesamte Beziehungsgeschichte der letzten fünf Jahre mitzuliefern.
Und wenn es eine klare Regel gibt, braucht es auch eine klare Konsequenz.
Bei meinen Airbnb-Gästen ist das sehr einfach: Wer im Stehen pinkeln möchte, darf das tun. Putzmittel und Lappen sind vorhanden. Es ist eine Mietwohnung, kein Pissoir und keine biologische Forschungsstation – und ich die Putzfee. 99 von 100 Gästen respektieren das kleine Hinweisschild «BITTE NICHT IM STEHEN PINKELN» problemlos. Wer es nicht respektiert, ist als Gast nicht mehr willkommen.
So schlicht darf es auch in Beziehungen sein: Respekt ist keine Verhandlungsmasse.
Männer, Boxen und Brot
Männer und Frauen sind nicht alle gleich – zum Glück. Trotzdem kennen viele Paare dieses Muster: Eine Person denkt, sie habe etwas klar gesagt. Die andere Person hat es völlig anders gehört. Oder gar nicht.

Wenn dein Partner gerade gedanklich in seiner «Box» sitzt, bringt es wenig, ihm aus dem Flur hinterherzurufen: «Und bring noch Brot mit!»
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er ohne Brot nach Hause kommt. Nicht zwingend, weil er dich ignoriert. Vielleicht war die Botschaft schlicht nicht angekommen.
Die alltagstauglichere Variante:
Namen sagen. (funktioniert immer – versprochen)
Kurz warten, bis die Person reagiert.
Eine konkrete Bitte formulieren: «Kannst du bitte noch ein Brot mitbringen?»
Kein Gedankenlesen. Keine kryptischen Andeutungen. Keine Prüfung, ob der andere «von selbst» darauf kommt. Kommunikation darf einfach sein.
Relationship or Creationship?
Willst du eine klassische Beziehung – oder eine Creationship?
Eine Beziehung kann sich anfühlen wie ein Vertrag voller Erwartungen:
So musst du sein,
das musst du tun,
so verbringen wir unsere Zeit,
das ist erlaubt und das nicht.
Eine Creationship beginnt anders. Sie fragt nicht zuerst: «Wie müssen wir uns anpassen?» Sondern:
«Was können wir heute gemeinsam erschaffen?»
Vielleicht arbeitet eine Person, während die andere joggt.
Vielleicht fährt eine allein weg, während die andere einen ruhigen Abend zu Hause geniesst.
Vielleicht wohnt man zusammen.
Vielleicht hat jede Person ihre eigene Wohnung.
Vielleicht braucht man viel Nähe,
vielleicht viel Freiraum.
Mein Credo lautet: zusammengehören – ohne ständig zusammen sein zu müssen.

Freiheit ist kein Betrug. Sie ist kein Geheimnis und keine fehlende Liebe. Freiheit bedeutet, weiterhin ein eigenständiger Mensch zu sein – und trotzdem bewusst miteinander zu wählen.
Roger, drei Frauen und Leadership
Nach bereits über 1600 Kilometern allein, über Stock und Stein, bergauf und bergab, ist Roger gerade jetzt (24.8.26) mit drei Frauen unterwegs … von Torremolinos weiter, ca. 50 Kilometer Richtung Süden.
Dabei ist er gerne der Leader, sagt mit Humor – manchmal auch mit einer Portion Sarkasmus –, wo es langgeht und was Sache ist.
Warum sollte er sich dafür kleiner machen?
Wer gerne führt, darf führen.
Wer gerne organisiert, darf organisieren.
Wer Humor braucht, darf humorvoll sein.
Entscheidend ist nur:
Leadership funktioniert nicht durch Kontrolle, Abwertung oder das Überfahren anderer.
Gute Führung schafft Orientierung und lässt den Menschen trotzdem ihre Würde, ihre Wahl und ihren eigenen Platz.
Auch in Beziehungen darfst du klar sein.
Du darfst sagen, was du möchtest.
Du darfst Initiative übernehmen.
Und du darfst jemanden suchen,
der deine Art nicht «reparieren» möchte,
sondern sie versteht, schätzt und gegebenenfalls liebevoll kontert.
Das Äussere ist nicht die ganze Bestellung
Ja, wir sind visuelle Wesen. Natürlich darfst du jemanden attraktiv finden. Blond, dunkelhaarig, blaue Augen, braune Augen, sportlich, ruhig, laut, schlank, kräftig – Geschmack darf sein.
Doch Vorsicht:
Oft zieht uns nicht das an, was uns guttut, sondern das, was wir bereits kennen.
Und dann denken wir:
«Das wird schon, ich kann ihn oder sie ja noch verändern.»
Nein.
Du bist nicht zuständig, einen Menschen umzubauen. Und niemand ist dafür da, dich nach seinen Vorstellungen zurechtzubiegen.

Frag lieber:
Tut mir diese Person gut?
Kann ich mit ihr ehrlich sein?
Fühle ich mich respektiert?
Kann ich ich selbst bleiben?
Kann sie sie selbst bleiben?
Macht unser Miteinander das Leben weiter oder enger?
Statt nur Sex zu haben …
Wird es leicht sein?
Wird es Spass machen?
Werde ich etwas lernen?
Werde ich danach glücklicher sein?
Wird die Person dankbar sein?
Werde ich mehr Geld machen?
Einladung: In meinem neuen monatlichen Online-Meeting lernst du mehr und mehr, was Access Consciousness™ bedeutet. Leichtigkeit und mehr Lebensqualität.
Schon mal vorab:
Es gibt drei Elemente, um eine gute Beziehung zu kreieren – alles Weitere ist ein Bonus.
Die Person ist gut im Bett
Sie versorgt mich mit Geld
Sie erlaubt dir, zu tun, was auch immer du tun willst und wann du es tun willst,
und er erlaubt ihr, zu tun, was auch immer sie tun will und was sie tun will.
Du bist / ihr seid in einer Beziehung?
Bis es so weit ist …
Dating, das Online-Dating …
Online-Dating
Die Lüge beginnt oft im Profil
Und bevor die grosse Liebe überhaupt zum ersten Kaffee erscheint, beginnt die Geschichte oft schon im Online-Dating-Profil.
«Sportlich» kann heissen: Ich besitze Turnschuhe.
«Mit mir kannst du Pferde stehlen» kann heissen: Bitte keine echten Pferde, höchstens ein Selfie vor einem Stall.
«Ich liebe lange Spaziergänge» kann bedeuten: bis zur nächsten Bar.
«Ich bin unkompliziert» bedeutet nicht selten: Ich möchte bitte niemals über Gefühle reden.
Ein Profil muss nicht perfekt sein. Es sollte aber wahr sein. Denn wenn du vom ersten Satz an eine Rolle spielst, wie soll daraus eine Begegnung auf Augenhöhe entstehen?
Zum Thema «ehrliche Profile», «typische Floskeln» und die kleinen Irrwege des digitalen Kennenlernens findest du hier meinen Blogbeitrag: 12 Tipps FÜR ERFOLGREICHES Online-Dating
Die eigentliche Frage
Bevor du mit der Suche beginnst, einen neuen Menschen in dein Leben einlädst, frag dich nicht nur:
«Wie soll mein neuer Partner sein?»
Frag dich auch:
«Bin ich bereit für eine Beziehung?»
«Was kann ich heute anders wählen?»
«Welche Freiheit möchte ich behalten?»
«Welche Nähe wünsche ich mir wirklich?»
«Wie kann es noch besser werden?»
Du musst nicht nach einer perfekten Person suchen. Du darfst dich selbst klarer kennenlernen, ehrlich kommunizieren und offen bleiben für jemanden, der vielleicht ganz anders aussieht als deine frühere Wunschliste.
Du/ihr wisst nicht mehr weiter? Suche dir einen Termin aus und lass uns reden.
Herzliche Grüsse und bis bald.
Ruth, dein FACILITATOR für mehr Lebensqualität
PS: Roger erzählt in der Folge 12, von einer besonders dreisten Online-Dating-Erfahrung: Er traf online auf jemanden mit einem falschen Profilfoto – und stellte später fest, dass er diese Person sogar kannte. Sie hatten im gleichen Betrieb gearbeitet.
Da fragt man sich schon: Wie weit kann man sich beim Online-Dating von sich selbst entfernen, bevor ein echtes Kennenlernen überhaupt beginnen kann?
Ein falsches Foto ist nicht kreativ, nicht charmant und auch kein harmloser kleiner Filter.
Es nimmt dem anderen die Möglichkeit, bewusst zu entscheiden, mit wem er oder sie in Kontakt treten möchte.
Und wenn dann noch jemand dahintersteckt, den man aus dem eigenen Alltag kennt, wird es besonders schräg.
Starkes Stück, muss ich sagen.
Ehrlichkeit beginnt nicht erst beim ersten Date. Sie beginnt beim ersten Bild, beim ersten Satz und bei der Frage: «Bin ich bereit, mich wirklich zu zeigen?»
PS 2: Liebe ist geschlechtsunabhängig, ca. Minute 35
In unserem Gespräch ging es auch um Beziehungen zu Frauen und Männern – und um die Frage, wie Roger seine eigene Orientierung erlebt.
Dabei hat er einen Satz gesagt, der hängen bleibt:
«Liebe ist geschlechtsunabhängig.»
Roger kommt mit Frauen ausgezeichnet zurecht, schätzt Freundschaften, Nähe, Humor und ehrliche Gespräche. Seine sexuelle und romantische Präferenz richtet sich jedoch an Männer – er ist schwul.
Geschlechtsidentität – du bist entweder ein biologischer Mann oder eine Frau. Körperliche Merkmale, sexuelle Orientierung und die Fähigkeit zu lieben sind nicht dasselbe. Menschen können sich als Frau, Mann, non-binär oder anders identifizieren; sie können hetero, schwul, lesbisch, bi, pan oder asexuell sein.
Entscheidend ist nicht, ob jemand in eine fremde Schublade passt, sondern ob Menschen sich und andere respektvoll behandeln dürfen.
Liebe braucht keine Rechtfertigung.
Sie braucht Ehrlichkeit, Zustimmung, Respekt und die Freiheit, der Mensch zu sein, der man ist.
PS:
Gibt es etwas, das dich ganz besonders interessiert? Dann lass es uns wissen.
Der Welt-Sepsis-Tag findet jedes Jahr am 13. September statt
Bis dahin bleibt diese Reise lebendig.
Rogers Weg geht weiter – und mit ihm die Einladung an alle, den eigenen Körper nicht länger zu übergehen.
Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einer perfekten Antwort, sondern mit einer einfachen, offenen Frage:
Follow Roger täglich: Hier geht es zu seinem Facebook-Profil




Kommentare