top of page

Snack oder Seele?

Kindheit: Essen statt gesehen werden

«Ruthli, du musst essen.»


Kind, umringt von Schwänen
Am Zugersee, Sommer 1957, mit 3 Jahren. Meines Vaters liebstes Hobby war Fotografieren.

Dieser Satz war nicht nur Fürsorge, er war auch ein Befehl. Ich war zart, fein, hypersensibel – und gleichzeitig zu viel in meinem Spüren. Also wurde ich hin- und hergeschoben: bei der Oma deponiert, irgendwann wieder nach Hause geholt. Von aussen «praktisch organisiert», innen für eine empfindliche Seele ein tiefer Riss.


Damals begann der Kampf

nicht nur mit dem Essen, sondern mit mir.

Ich habe gelernt:

  • Ich soll essen, auch wenn alles in mir «Nein» sagt.

  • Ich soll funktionieren, auch wenn mein System streikt.

  • Mein Körper hat nicht recht – die Erwachsenen haben recht.


Dieses leise Gefühl, falsch zu sein, zieht sich wie ein Faden bis heute durch mein Leben – mal lauter, mal leiser.


Kampf bis heute

Wenn der Teller zum Schlachtfeld wird

Der Kampf mit dem Essen ist nie einfach verschwunden. Er hat nur seine Form gewechselt:

  • Phasen, in denen ich streng mit mir bin, alles kontrolliere, «brav» esse.

  • Phasen, in denen ich aufgebe, reinschaufle und mich danach schäme.

  • Momente, in denen ich denke: «Jetzt habe ich es im Griff» – und dann holt mich ein alter Trigger wieder ein.


Manchmal ist dieser Kampf nur ein leises Hintergrundrauschen. Manchmal ist er wieder voll da, als stünde ich innerlich mit 5 Jahren vor einem Teller, der stärker ist als ich.

Access und Ayurveda haben mir Werkzeuge geschenkt – aber sie haben meine Geschichte nicht ausgelöscht.


Der Unterschied heute

Ich kämpfe nicht mehr gegen den Kampf. Ich erkenne ihn. Ich benenne ihn. Ich frage:

  • Wem gehört dieser Druck, «richtig» zu essen, wirklich?

  • Wie alt fühle ich mich gerade, wenn ich vor dem Kühlschrank stehe?

  • Was versucht dieser Snack in mir zu beruhigen, das nie gesehen wurde?


Snack oder Seele – mitten im Kampf

Es geht mir nicht darum, so zu tun, als sei alles geheilt. Manchmal greife ich immer noch zum Essen, bevor ich fühle. Manchmal ertappe ich mich bei alten Sätzen: «Reiss dich zusammen.» «Jetzt halt dich halt zurück.»


Genau in diesen Momenten wird «Snack oder Seele?» lebendig: Ich stelle mir die Frage mitten im Chaos – nicht erst, wenn ich «perfekt bewusst» bin:


  • Ist das jetzt wirklich mein Körper – oder die alte Ruthli-Geschichte, die sich Trost holen will?

  • Brauche ich gerade Essen – oder brauche ich endlich jemanden, der sagt: «Ich sehe dich»?


Manchmal esse ich danach trotzdem. Aber etwas ist anders: Ich bin nicht mehr komplett ausgeliefert. Ich weiss, dass ich wähle – und dass ich morgen neu wählen kann.


Access-Perspektive auf den anhaltenden Kampf

Aus Access-Sicht ist es kein Fehler, dass der Kampf immer wieder auftaucht. Es ist ein Zeichen, wie tief die alten Ansichten sitzen:

  • «Mit mir stimmt etwas nicht.»

  • «Mein Körper ist gefährlich / peinlich / falsch

  • «Wenn ich mich nicht kontrolliere, entgleitet alles.»


Heute nutze ich Fragen wie:

  • Welche Geschichte über Essen und mich selbst halte ich immer noch fest?

  • Wenn ich mich nicht länger über meinen Teller definieren würde – wer wäre ich dann?

  • Was, wenn auch der Kampf ein altes Schutzprogramm ist, das ich nicht mehr brauche?


Es geht nicht darum, nie mehr zu kämpfen. Es geht darum, den Kampf zu entmachten und ihn nicht mehr mit der Wahrheit über dich zu verwechseln.


Wenn Ayurveda den Teller nährt – und Access die Geschichte


Ayurveda?

Dafür habe ich Cornelia. 😍

Alles rund um ayurvedische Ernährung, Doshas und die Frage, welche Lebensmittel dich bei Stress-Essen wirklich nähren, überlasse ich bewusst meiner Expertin: Cornelia Imseng, House of Ayurveda. Sie schaut mit dir, welches Essen deinen Körper beruhigt, statt ihn zusätzlich anzufeuern – mit Massagen, Ernährungsbegleitung und einer sehr geerdeten, liebevollen Art.



Und ich? Ich komme ins Spiel, wenn es um das Unsichtbare dahinter geht: deine Ansichten, deine Geschichten und den inneren Krieg mit dir und deinem Körper.


Ansichten über Essen – und warum sie so viel Macht haben

Es sind nicht nur die Kalorien oder die Uhrzeit, die Stress-Essen schwer machen. Es sind vor allem die Sätze im Kopf, die sich tief eingeprägt haben:


  • «Ich nehme schon zu, wenn ich das nur ansehe.»

  • «Ich darf das nicht essen – das ist schlecht / verboten.»

  • «Wenn ich schlank bin, bin ich wertvoller / werde mehr geliebt.»

  • «Mein Körper ist mein Feind, der macht ohnehin, was er will.»

  • «Ich muss den Teller leer essen, man wirft kein Essen weg.»

  • «Wenn ich einmal anfange, kann ich nicht aufhören – ich habe keine Kontrolle.»


Aus Access-Sicht sind das alles Ansichten, keine Fakten – und genau diese Ansichten kreieren dann unser Essverhalten. Solange sie im Hintergrund laufen, stehst du vor dem Teller wie vor einem Richter: Es geht nicht mehr um deinen Körper, sondern um Schuld und Beweisführung.


Fragen, die den Kampf weicher machen

Statt weiter gegen dich zu urteilen, beginnen wir in Access, Fragen zu stellen. Nicht, um eine perfekte Antwort zu finden, sondern um den Autopiloten zu unterbrechen.


Bei Heisshunger und Stress-Essen

  • «Ist das gerade wirklich Hunger – oder will hier ein Gefühl gegessen werden?»

  • «Wem gehört das eigentlich – ist dieser Heisshunger wirklich meiner?»

  • «Was braucht mein Körper jetzt wirklich – ausser Essen?»


Diese Fragen bringen dich aus der Scham zurück in Kontakt mit dir. Oft spürst du schon bei der ersten Frage, dass etwas in dir weicher wird – egal, ob du danach isst oder nicht.


Bei Gewichtsthemen

  • «Welche Ansichten über meinen Körper halte ich fest, die dieses Gewicht kreieren?»

  • «Wenn ich keine einzige Bewertung über meinen Körper hätte – würde ich dann heute anders essen?»


Statt noch eine Diät obendraufzupacken, fängst du an zu sehen, wie viel Energie in deinen Bewertungen gebunden ist.


Bei Selbsthass und Scham nach dem Essen

  • «Was ist hier eigentlich wahr an mir, das ich gerade nicht anerkenne?»

  • «Welche Energie, welcher Space und welches Bewusstsein kann ich sein, um gerade jetzt freundlich mit meinem Körper zu sein?»


Das sind keine Esoterik-Floskeln, sondern Notausgänge aus der inneren Selbstzerstörungsschleife. Sie holen dich raus aus «Ich bin falsch» hin zu «Da ist mehr an mir, als dieser Moment auf dem Sofa mit der leeren Tüte».


Körperprozesse:

Wenn der Körper die Bewertungen loslässt

Neben den Fragen liebe ich Körperprozesse – energetische Handauflege-Prozesse, wie sie in Access Consciousness angeboten werden. Sie sind dafür da, das zu lösen, was dein Verstand gar nicht greifen kann:

  • angesammelte Bewertungen im Körper,

  • alte Schocks,

  • gespeicherte «Zu dick, zu viel, zu wenig, falsch»-Momente in deinen Zellen.

Ich formuliere es im Blog gerne so:

„Ich arbeite gern mit Körperprozessen, die die angesammelten Bewertungen im Körper lösen – all das ‚Zu dick, zu viel, zu wenig, falsch‘, das in den Zellen gespeichert ist. Viele erleben nach ein paar Sitzungen, dass sich der innere Krieg mit dem Körper beruhigt – und damit werden auch Essen, Gewicht und Heisshunger leichter, ohne Diät.“
Session mit mir...
CHF 250.00
Jetzt kaufen

Wenn du tiefer einsteigen willst

Für alles, was den Teller, die Doshas und die Nahrungsmittel betrifft, empfehle ich dir von Herzen Cornelia Imseng, House of Ayurveda. Sie verbindet fundiertes ayurvedisches Wissen mit viel Herz und Praxis – ideal, wenn du Stress-Essen auch körperlich und typgerecht regulieren möchtest.


Wenn du merkst, dass bei dir vor allem die inneren Geschichten, der Kampf, die Ansichten und der Selbsthass rund ums Essen aktiv sind, dann bist du bei meinen Angeboten richtig. In meinen Coachings und Access-Körperprozessen arbeiten wir genau dort, wo es weh tut – und wo Freiheit entstehen kann: in deinem Nervensystem, in deinen Zellen, in deiner Geschichte. In meinem Access-Bars-Schnupperkurs erfährst du mehr.


SCHNUPPERKURS: Gnusch im Chopf?
CHF 150.00
29. März 2026, 10:00–14:00 UhrGnuusch im Kopf?
Jetzt anmelden

In meinen Einzelsessions (online oder vor Ort) schauen wir gemeinsam hin: Snack oder Seele? Was isst du da wirklich – und welche alten Sätze dürfen gehen?


1:1 Coaching on- und offline
CHF 180.00
Jetzt kaufen

In meinen Kursen & Workshops rund um Körper, Access und Bewusstsein bekommst du einen Werkzeugkasten, mit dem du auch im Alltag anders wählen kannst – ohne Diät, ohne Perfektion, dafür mit mehr Freundlichkeit dir selbst gegenüber.


KOPF AUS, LEBEN AN!
FromCHF 30.75
13. April 2026, 20:20–21:40 Uhr MESZWebinar / Online Workshop
Jetzt anmelden

Morgen sprechen Cornelia und ich in der Sendung «Snack oder Seele?» genau darüber:

Wie du Stress-Essen anders anschauen kannst, was Ayurveda dir für deinen Körper anbieten kann – und wie Access dir hilft, den inneren Krieg mit dir und deinem Essen zu beenden, Schritt für Schritt.


Wenn dich dieser Blog berührt hat, schau morgen, 11.3.26, um 20.00 Uhr auf YouTube rein, dann stell deine Fragen oder hör dir die Folge später überall da an, wo es Podcasts gibt.


Vielleicht ist genau jetzt der Moment, an dem du beschliesst, dass Essen nicht länger dein Feind ist, sondern wieder zu einer liebevollen Begegnung mit deinem Körper werden darf.


Welche eine kleine Frage könntest du dir heute noch stellen, bevor du zum nächsten Snack greifst?

Herzlichst

Ruth


Kommentare


bottom of page