6/6 Nostalgisch, Digital VERTRÄUMT

Vom Bleistift hinter den Ohren bis zum Smartphone in Händen, gäbe es hunderte von Geschichten zu erzählen, lustige und frostige. Eins nach dem anderen, würde ich sagen.

1971 landete ich als ganz junges Fräulein in Zürich. Weder das Fräulein, die hochoffizielle Anrede bis weit in 80er Jahre hinein für eine unverheiratete Frau, noch der Stellenmarkt, war je ein Problem für mich. Zack, die Arbeitsstelle kündigen und morgen drei neue zur Auswahl zu haben, war Luxus pur. Selbst als die Welt-Wirtschaftskrise 1974 einsetzte.

Damals hatte ich sehr grosses Glück. Ich war nie arbeitslos. Als unbekümmerte Jugendliche mit vielen Talenten gesegnet, hatte ich stets mehrere Stellen zur Auswahl. Ich entschied mich stets für das Angebot, bei dem ich nicht schon vor 8.00 Uhr beginnen musste. Aus einer Nachtigall wird schlicht nie eine Lerche, egal wie lange man es versuchst.

Diese Einsicht war der Gongschlag für mein weiteres Berufsleben. Stets hatte ich zwei Jobs gleichzeitig, parallel. Die erste Combo war 8.30 bis 17.30 Uhr Kuoni an der Schützengasse und me